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QR-Codes in Auschwitz – Berichte von Überlebenden am Ort des Schreckens

QR-Codes sind inzwischen nicht nur in der Werbung weit verbreitet, sie werden zunehmend auch von Museen und in Ausstellungen eingesetzt. Das Prinzip ist einfach und flexibel einsetzbar: Der Besucher scannt mit seinem Smartphone oder seinem Tablet das vor Ort angebrachte Kästchen, dekodiert es mit einer passenden App und erhält so Zugang zu ergänzenden Informationen.

QR an einer Informationstafel der Gedenkstätte Auschwitz

Foto: Museum und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Die Gedenktstätte Auschwitz-Birkenau setzt seit diesem Frühsommer QR-Codes ein, um Überlebende des Konzentrationslagers am Ort ihres Leidens zu Wort kommen zu lassen. Weiterlesen ›

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Interview mit Christian Hönemann über die VR-Brille Oculus

Christian Hönemann mit der VR-Brille OculusChristian Hönemann ist Spezialist für 3D-Visualisierungen und leitet die Agentur 3DiB in Berlin-Schöneberg, die sich unter anderem mit 3D Modelling und der interaktiven Umsetzung von Inhalten in den Bereichen  Architektur und Inneneinrichtung, Produktdesign und technische Abläufe beschäftigt. Wir haben mit ihm über die Anwendungsmöglichkeiten von Virtual Reality Devices wie der Brille Oculus gesprochen.

Michael Müller: Im Frühjahr hat Facebook Oculus Rift, den Entwickler einer Virtual Reality-Brille, für stolze 2 Milliarden Dollar gekauft, weil Mark Zuckerberg ihr das Potenzial zutraut, „the next major computing platform“ zu werden. Was genau kann eigentlich die Wunderbrille?

Christian Hönemann: Die „Wunderbrille“ spielt zwei computergenerierte Bilder auf einem Monitor in die Augen des Betrachters. Die Bilder werden zuvor noch mit Linsen zu einem 110 Grad weiten „field of view“ (Blickfeld) vergrößert. Durch die Versetzung der Bilder entsteht im Gehirn des Betrachters ein stereoskopischer 3-D Effekt, also der Eindruck räumlicher Tiefe. Weiterlesen ›

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Virtuelle Ausstellung „Der erste Weltkrieg und das Ende des Habsburgerreiches“

Univ. Prof. Dr. Franz X. Eder ist wissenschaftlicher Leiter der virtuellen Ausstellung Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie, die am 24. Juni 2014 online geschaltet wurde, sowie des Vorgängerprojekts Die Welt der Habsburger (seit Mai 2010). Er lehrt als Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien und hat zur Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte vom 16. bis zum 20. Jahrhundert sowie zu Geschichte und Neue Medien geforscht und publiziert. Wir haben mit ihm über die virtuelle Ausstellung zum Ersten Weltkrieg gesprochen.

Michael Müller: Was einem beim Besuch der virtuellen Ausstellung sofort auffällt, ist neben der Fülle des Materials die Vielfalt der Zugänge. Sie erschließen die Inhalte chronologisch, geografisch, thematisch, nach Medien … Was wollten Sie damit erreichen?

Franz X. Eder: Gegenüber ‚realen‘ Ausstellungen und Ausstellungsbänden hat eine virtuelle Schau ja den großen Vorteil, dass man die ‚Wege‘ durch das Material und die Texte sehr vielfältig gestalten kann.

 

Unsere Zielsetzung ist es, den BesucherInnen bzw. UserInnen die Möglichkeit zu geben, sich über Themenschwerpunkte, historische Personen, Landkarten, aber auch über die verschiedenen Medien (wie Tagebuchtexte, Filmausschnitte, Bilder, Tondokumente etc.) zu nähern. Hat man dann eine interessante Story oder ein Kapitel samt Ausstellungstücken gefunden, wird man zu weiterführenden Objekten und Themen verwiesen – kann aber auch intuitiv oder entlang der persönlichen Perspektiven und Interessen ‚weitergehen‘. Im Sommer 2014 werden wir diese Optionen noch um eine ‚semantische Suche‘ und grafische Darstellung der Suchergebnisse ergänzen. Weiterlesen ›

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Was Museen bloggen (1) – Über das Team

Blogs haben sich inzwischen auch in Deutschland als wichtiger Baustein in der Online-Kommunikation von Museen durchgesetzt. Die von Tanja Praske geführte Liste verzeichnet aktuell knapp 80 aktive Museumsblogs. Unsere Serie Was Museen bloggen ist der Frage gewidmet, mit welchen Themen die Museen dieses Instrument bespielen.

Fragt man die Verantwortlichen in Museen, warum sie bloggen, lautet eine Antwort fast immer, man wolle „einen Blick hinter die Kulissen“ geben, einen „Blick durchs Schlüsselloch“ gewähren. Man möchte die Nutzer persönlich ansprechen und erreichen, und was liegt da näher, als die Menschen, die in der Institution Museum mit Engagement und Leidenschaft arbeiten, vorzustellen und zu Wort kommen zu lassen.

Das Museumsteam im eigenen Blog vorstellen – Beispiele:

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Nachgefragt: Udo Gößwald über das Blog des Museums Neukölln

2010 hatte ich bereits mit Dr. Udo Gößwald, dem Leiter des Museums Neukölln, ein Interview geführt. Das Museum Neukölln wurde damals neu eröffnet und hatte bewusst auf die intensive Nutzung von Social Media gesetzt. Mich interessiert wie Herr Gößwald die Chancen heute einschätzt.

Jörn Brunotte: Herr Gößwald, Sie bloggen und twittern, seit das Museum Neukölln am neuen Standort auf dem Gutshof Britz eröffnet wurde. Über die Dauerausstellung  „99xNeukölln“ hatten sie 99 Tage vor Eröffnung begonnen, jeden Tag in einem Post zu berichten. Welche Rolle spielt das Blog heute? Worüber schreibt das Museum?

Udo Gößwald: Das Blog ist bei uns weiterhin ein vielfach eingesetztes Medium. Zur letzten Ausstellung über die Britzer Hufeisensiedlung wurden unter dem Motto „50 Türen in die NS-Zeit“ Geschichten von Personen und Ereignissen im wöchentlichen Rhythmus gepostet. Auch aktuell veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge zur neuen Ausstellung „Mythos Vinyl“, z.B. über die liebste Scheibe von Neuköllnerinnen und Neuköllner, die in der Ausstellung zu finden sind. Darüber hinaus berichten wir über Workshops, News aus dem Geschichtsspeicher sowie besondere Anlässe, wie Stolpersteinverlegungen. Weiterlesen ›

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Wie mobile friendly sind die Websites deutscher Museen?

Seit Jahren gewinnt das Surfen mit mobilen Endgeräten kontinuierlich an Bedeutung. Inzwischen hat jeder zweite Deutsche ein Smartphone in der Tasche, wie aktuelle Zahlen von TNS Infratest belegen. Hinzu kommen 20% Tablet-Nutzer.

Entwicklung Smartphone-Nutzung 2011-2014

Somit können auch Museen davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil der Besucher ihrer Internetpräsenzen die Museumswebsite mit einem mobilen Browser öffnen, zumal die wichtige Zielgruppe der Touristen Smartphones und Tablets sicherlich besonders intensiv nutzen.

Sind die Museen im Mobile Web angekommen?

Wir haben uns deshalb die Frage gestellt: Wie reagieren Museen auf diesen ungebrochenen Trend? Wie mobile friendly sind die Websites deutscher Museen?

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Museum und Internet – neue Tendenzen auf der MAI-Tagung

Am 22. und 23. Mai 2014 fand die MAI-Tagung (kurz für „Museums and the Internet“) in einer ganz besonderen Location statt: mitten in der Sonderausstellungsfläche des UNESCO-Weltkulturerbes Völklinger Hütte! So kamen wir nicht nur in den Genuss des Geruchs einer Maschinenhalle, sondern wurden auch umringt von den Idolen der „Generation Pop“.

Völklinger Hütte - MAI-Tagung 2014

Das Programm war ein echter Parforce-Ritt durch das Themenfeld: 29 Vorträge gliederten sich in die sieben Blöcke Industriekultur und Zeitzeugenschaft im Internet, APPsolute mobil, Gamification und Serious Games, Short Cuts, Social Media, „extra muros“ und Sammlungen online. Weiterlesen ›

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Medizin und Ernährung – eine virtuelle Ausstellung der Uni Fribourg

Die virtuelle Ausstellung ist ein junges Medium, weniger nach Jahren als im Hinblick auf die Schwierigkeiten, eine klare Identität auszubilden. Vieles, was unter dem Label virtuelle Ausstellung läuft, ist kaum mehr als die Ergebnisliste einer Datenbankabfrage zu einem Schlagwort. Das andere Extrem markieren Projekte, die eine (reale oder geplante) museale Präsentation mehr oder weniger detailgetreu nachbilden wie das Museum 24/7 des LWL Museum für Kunst und Kultur (dazu ein interessanter Blogpost von Michelle van der Veen). Dazwischen gedeiht auf Pinterest die Gattung der thematischen Bildersammlungen (schöne Beispiele auf dem Pinterest-Account des Metropolitan Museum), die keiner „virtuelle Ausstellung“ nennt, die es aber de facto sind.

Mit ihrer virtuellen Ausstellung Medizin und Ernährung demonstriert das Lehrprogramm Medizin und Gesellschaft der Universität Fribourg (Schweiz), wie man Grundoperationen musealer Präsentation in das digitale Medium übertragen kann, ohne analoge Strukturen zu wiederholen. 

 

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Einblicke, Ausblicke – Interview mit Jasmin Mickein, Kunsthalle Bremen

Der private Träger der Kunsthalle Bremen ist noch heute der 1823 von bremischen Bürgern gegründete Kunstverein in Bremen. Eine Auswahl der Gemälde, Skulpturen und grafischen Arbeiten aus der Sammlung des Kunstvereins wird in der Kunsthalle auf über 2.000 Quadratmetern sowie im Kupferstichkabinett präsentiert.

Jasmin Mickein leitet die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kunsthalle Bremen. Wir haben mit ihr über das Blog und das Social-Media-Engagement der Kunsthalle gesprochen.

Jörn Brunotte: Seit November 2013 hat die Kunsthalle Bremen ein Blog. Was hat Sie bewogen, mit dem Bloggen anzufangen?

Jasmin Mickein: Die Überlegung, ein Blog zu konzipieren, hat uns schon länger beschäftigt. Den Ausschlag hat letztlich die Ausstellung Sylvette, Sylvette, Sylvette. Picasso und das Modell (22. Februar bis 22. Juni 2014) gegeben. Im Rahmen dieser Ausstellung wird erstmals die Sylvette-Serie von Pablo Picasso präsentiert. Hinter der eher unbekannten Werkserie steht eine bisher unbeachtete Muse: Sylvette David. Sie ist heute 79 Jahre alt, und es gibt unglaublich viele spannende Geschichten rund um ihre Person, Picasso, die Porträt-Serie sowie überraschende Bezüge zu Bremen, so dass wir diese aufgreifen wollten. Ein Blog war unserer Meinung nach genau das richtige Medium, um derartige Themen anschaulich darzulegen, besonders da diese in den meisten Fällen nicht im Ausstellungskatalog zu finden sind. Weiterlesen ›

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Museen auf Pinterest und wie sie Content von Besuchern einbinden

Die soziale Bilderplattform Pinterest zählt seit etwa 2012 zu den Stars im Social Web. In der Startphase hatte Pinterest astronomische Zuwachsraten zu verzeichnen, inzwischen hat es sich einen Platz deutlich hinter Facebook aber auch deutlich vor allen anderen Social-Media-Diensten erarbeitet, wie die aktuelle Statistik von Shareaholic zeigt.

Statistic Referral Traffic Social Media Plattformen

So verwundert es kaum, dass zunehmend auch Museen auf Pinterest präsent sind (hier eine Übersicht). Die meisten Häuser nutzen Pinterest, um Objekte aus ihrer Sammlung auf unkomplizierte und zugleich ansprechende Weise einem breiten Publikum zu präsentieren. Während etwa das DDR Museum (unter anderem) in einer Objektdatenbank  einen Überblick über seine Exponate gibt, bilden viele Museen Objektgruppen nach thematischen Schwerpunkten – Pferde (Metropolitan Museum), Engel und andere geflügelte Wesen (J. Paul Getty Museum), europäische Kunst (New Orleans Museum of Art), Möbel (Gardner Museum) … Üblich sind auch Pinboards zu Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum. Weiterlesen ›

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